BWT HWA RACELAB im Reifenpoker auf dem Hungaroring ohne Glück

Die dritte Runde der FIA Formel 2 Meisterschaft auf dem Hungaroring wird von der Reifentaktik bestimmt. BWT HWA RACELAB Pilot Giuliano Alesi (Frankreich) kämpft in beiden Rennen aussichtsreich um die Punkteränge, kann aber die Pace nicht über die volle Renndauer halten. Mit einer Bestzeit im Freien Training zeigt er jedoch sein Potential. Artem Markelov (Russland) wird durch einen unverschuldeten Unfall ausgebremst.

  • Platz 11 und 10 für Giuliano Alesi, DNF und Platz 14 für Artem Markelov
  • Giuliano Alesi: „Wir konnten nicht die Ergebnisse abliefern, die wir uns erhofft hatten.“
  • Artem Markelov: „Mit den gewonnenen Erkenntnissen können wir bei den nächsten Rennen hoffentlich vorne mitfahren.“
  • Thomas Strick: “Wir werden uns in Silverstone mit Sicherheit leichter tun, was die Reifen angeht.“

Budapest, 19. Juli 2020 – Das Rennwochenende auf dem Hungaroring begann für BWT HWA RACELAB mit einer Bestzeit. Giuliano Alesi (Frankreich) zeigte auf dem regennassen Kurs im Freien Training eine starke Performance und fuhr die schnellste Runde. Allerdings war die Zeit nicht allzu aussagekräftig, da viele Teams nach einsetzendem Regen beschlossen, Reifensätze zu sparen und nicht hinaus auf die Strecke gingen. Ein klareres Bild gab das Qualifying ab, das Alesi und Teamkollege Artem Markelov (Russland) auf den Rängen zehn und 17 abschlossen.

Im Samstagsrennen kam Giuliano am Start nicht optimal weg und büßte zunächst einen Platz ein. Der weitere Rennverlauf wurde von der Boxenstopp-Strategie bestimmt. Auf Position acht liegend kam Giuliano bereits in Runde acht zu einem sehr frühen Stopp. Es zeigte sich aber, dass es schwer werden würde, am Ende mit abbauenden Reifen die Pace zu halten. Kurzzeitig schien dennoch ein Punkterfolg möglich, als Giuliano in Runde 27 auf Rang zehn lag. Doch mit abbauenden Pneus konnte er diese Position nicht halten. Am Ende kam er als Elfter ins Ziel.

Am Sonntag gelang Giuliano ein perfekter Start. Geschickt nutzte er die trockene Linie in der Mitte der zum Teil noch feuchten Strecke und machte gleich drei Positionen gut. Da Giuliano lange konstante Rundenzeiten ablieferte, entschied das Team das Rennen mit ein und demselben Reifensatz durchzufahren. Diese Taktik ging beinahe auf. Sechs Runden vor Rennende lag Giuliano auf Rang zwei. Doch die Rivalen mit den frischen Reifen kamen immer näher. Fünf Runden vor Schluss musste der Sohn des früheren Formel 1-Fahrers Jean Alesi zunächst Platz zwei abgeben, ehe harte Schlussrunden für ihn folgten. Die Reifen ließen immer mehr nach und einer nach dem anderen zog an Giuliano vorbei. Die Hoffnung auf Punkte musste er in der vorletzten Runde begraben, als er aus den Top 8 rutschte. Am Ende kam der 20-Jährige als Zehnter ins Ziel. 

Das Rennen von Artem Markelov war am Samstag schnell beendet. Nachdem er beim Start um zwei Positionen zurückgefallen war, nahm er gerade Fahrt auf, als er in Runde vier Opfer einer Kettenreaktion wurde. Nach einer Kollision von zwei anderen Fahrzeugen konnte er nicht mehr ausweichen und wurde in die Streckenbegrenzung geschleudert. Er blieb bei dem Unfall unverletzt, konnte aber das Rennen nicht mehr fortsetzen.

Am Sonntag glückte ihm ähnlich wie seinem Teamkollegen ein guter Start und er verbesserte sich von Rang 20 auf Platz 16. Im Gegensatz zu Giuliano kam Artem in Runde 18 zum Reifenwechsel an die Box. Mit frischen Reifen fand er noch einmal zu guter Pace und erkämpfte sich von Platz 16 aus durch gute Überholmanöver Rang 14.

Die FIA Formel 2 Meisterschaft wird am 01. und 02. August mit zwei Rennen in Silverstone fortgesetzt.

Stimmen zum Renn-Wochenende

 Artem Markelov (25, Russland, Startnummer 16), DNF und Platz 14
„Mit dem Sonntagsrennen bin ich zufrieden. Von Platz 20 aus bin ich auf Rang 14 gefahren und habe gute Rückmeldung vom Fahrzeug bekommen. Jetzt wissen wir, wie die Reifen funktionieren und wie wir damit umgehen müssen. Es war schön, ins Ziel zu kommen und erfolgreich um einige Plätze kämpfen zu können. Mit den Erkenntnissen vom Sonntag können wir bei den nächsten Rennen hoffentlich vorne mitfahren und Punkte holen.“ 

Giuliano Alesi (20, Frankreich, Startnummer 17), Platz 11 und 10
„Ein hartes Wochenende liegt hinter uns. Wir haben gezeigt, dass wir viel Potential haben. Aber letztlich konnten wir wegen einiger Baustellen nicht die Ergebnisse abliefern, die wir uns erhofft hatten. Das ist sehr schade. Dennoch bin mir sicher, dass wir in Silverstone stärker zurückkommen werden. “

Thomas Strick (Teamchef BWT HWA RACELAB)
„In der hart umkämpften Formel 2 geht es darum, Schritt für Schritt Erkenntnisse zu gewinnen und dadurch kontinuierlich nach vorne zu kommen. Wir haben an diesem Wochenende Fortschritte erzielt und werden uns in Silverstone mit Sicherheit leichter tun, was die Reifen angeht. Dann sollten auch noch bessere Ergebnisse möglich sein.“

Ergebnis 1. Rennen, Samstag 18. Juli:
1. R. Shwartzman                       PREMA Racing                           1:01:36.211
11. Giuliano Alesi                         BWT HWA RACELAB                   1:02:38.000
DNF Artem Markelov                  BWT HWA RACELAB                   DNF                                                

Ergebnis 2. Rennen, Sonntag 19. Juli:
1. L. Ghiotto                                 Hitech Grand Prix                      45:04.725
10. Giuliano Alesi                         BWT HWA RACELAB                   45:44.008
14. Artem Markelov                     BWT HWA RACELAB                   45:56.458

 

Über HWA AG
Die HWA AG ist ein eigenständiger 360°-Engineering-Experte in den Bereichen Automobilrennsport und Hochleistungsfahrzeuge. Das 1998 von Hans Werner Aufrecht gegründete Unternehmen hat seinen Sitz in Affalterbach (Deutschland) und beschäftigt heute rund 300 hochqualifizierte Mitarbeiter. Alle Produkt- und Dienstleistungsangebote der HWA AG stehen unter dem Motto ENGINEERING SPEED: Anspruch des Unternehmens ist es, die jeweils besten und hochwertigsten Lösungen zu entwickeln, um seine Partner und Kunden noch schneller an ihre Ziele zu bringen. Das Leistungsportfolio reicht von der Konstruktion sämtlicher Fahrzeugkomponenten bis hin zur Fertigung von Gesamtfahrzeugen in Verbindung mit den entsprechenden Logistik-, Aftersales- und Support-Dienstleistungen.

Über HWA RACELAB
Das HWA RACELAB ist das Einsatzteam der HWA AG im Motorsport. Es vereint erfahrene Spezialisten für hochkarätiges Rennsport-Engineering und die dazugehörigen Dienstleistungen für einen erfolgreichen Einsatz im Motorsport. In der Saison 2018/19 war HWA RACELAB als neues Team in der Formel E aktiv und erweiterte damit die Rennstrecken-Expertise von HWA um ein zukunftsweisendes Betätigungsfeld. Zudem startet HWA RACELAB seit 2019 in der neuen, internationalen FIA Formel-3-Meisterschaft und ab 2020 auch in der FIA Formel 2. Mit 11 Fahrertiteln und über 180 Siegen als Einsatzteam von Mercedes-AMG in der DTM gehört das Unternehmen zu den erfolgreichsten Playern im internationalen Motorsport. Darüber hinaus schöpft HWA RACELAB aus weiteren Kernkompetenzen des Unternehmens, etwa in der Entwicklung, Fertigung und Betreuung von GT-Fahrzeugen für den Kundensport oder dem Bau von Formel-3-Rennmotoren.

 

Annette Hörsch
Presse

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